Geschichtliches

Es gibt wohl zahlreiche Bergwirtschaften auf den Jurahügeln im Kanton Solothurn, die inmitten saftigen Weiden oder an lauschigen Waldrändern gelegen sind. Betriebe die jedoch gleichzeitig zu drei Gemeinden 'gehören', dürfen hingegen eine Rarität sein. Diese 'privilegierte Lage' kann das Restaurant Froburg, welches zwar auf Trimbacher Boden steht, jedoch der Poststeller Wisen zugeteilt ist und im Besitz der Bürgergemeinde Olten befindet, welche die Froburg-Liegenschaften im Jahre 1897 von Herrn August Robert-Tissot, Fabrikant in Fontainemelon (NE) erworben hatte.

Ruine Froburg (auch Frohburg)

Ruine Froburg - Quelle Wikipedia

Quelle: Wikipedia

Ca. 10 Min. unterhalb des Restaurants befinden sich, auf einer allseits steil abfallenden Felskuppe, die Ruinen der ehemals mächtigen Stammburg der Grafen von Froburg.

Bereits um 1050 entstanden hier erste Befestigungsanlagen, die dann bis 1250 in mehreren Etappen ausgebaut wurden. Mit dem späteren Verfall des Hauses Froburg entvölkerte sich die Burg, und die Bauten zerfielen. Das Erdbeben von 1356 legt sie vollends in Trümmer.

In den letzten Jahren wurden bedeutende Ausgrabungen gemacht und Mauerreste konserviert. Die ursprüngliche Herkunft der Grafen von Froburg ist unklar. Aufzeichnungen aus dem 11. Jh. lassen vermuten, dass sie von einem Seitenzweig der Aargauer Gaugrafen abstammen. Bereits im frühen 12. Jh. hatten sie eine beachtliche Machtstellung. Sie errichteten ringsherum Burgen z.B. Hinter Wartenberg, Diegten, Hagberg bei Olten, Erlinsburg ob Oensingen usw., stifteten das Kloster Schönthal und gründeten vor allem die Städte Liestal, Waldenburg, Olten, Zofingen, Wiedlisbach und Fridau. Verschiedene Basler Bischöfe entstammten ihrem Geschlecht.

Vielfältige Gründe führten nach 1250 zum allmählichen Abstieg des Hauses Froburg. Mit Abt Hermann VI. von der Waldenburgerlinie starb die Familie 1366 aus.